
Für das trapezförmige Grundstück neben dem Reichspatentamt am Landwehrkanal in Berlin Kreuzberg erarbeitete der Architekt Erich Mendelsohn 1928 zunächst eine städtebauliche Studie. Nachdem diese verworfen wurde überzeugte er auch im Wettbewerb mit anderen Architekten und baute das Deutsche Metallarbeiterhaus innerhalb eines Jahres. Dies war die Hauptniederlassung für eine der größten deutschen Gewerkschaften.

Das Gebäude wirkt gleichzeitig sehr schlicht und sehr edel. Innen wie Außen hat Mendelsohn besondere Details eingebracht, wie eine Radioantenne an der Schaufassade, die den technischen Fortschritt zeigen sollte, Türrahmen aus Messing oder Messing-Treppengeländer im zentralen Treppenhaus und eine besondere Lampe, die im Treppenauge über die Höhe des Gebäudes abhängt.
Die Schlichtheit in der Formsprache erinnert an die Architektur des Bauhauses. Mit seinen geraden Linien und der zurückhaltenden aber eleganten modernen Architektur passt sich Mendelsohn in die Zeit der Ende 20er Jahre Architektur ein.

Im obersten Stockwerk ist ein großer Sall mit holzvertäfelten Wänden, der große Fenster zum Landwehrkanal besitzt und einen schönen Blick Richtung Süden bietet. Im Krieg wurde das Gebäude stark beschädigt, jedoch blieb die Hauptsubstanz erhalten, sodass die IG-Metall 1952 wieder in das Gebäude einziehen konnte. Heute ist das Gebäude auch Sitz der Architektenkammer Berlin.




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