
Der Dom zu Königslutter zählt zu den wichtigsten romanischen Bauwerken in Deutschland. Er wurde im 12. Jahrhundert von Kaiser Lothar III. gestiftet. Aus diesem Grund nennt er sich „Kaiserdom“ Königslutter. Neben der beeindruckenden Gesamtstruktur des Doms ist insbesondere das Löwenportal ein einzigartiges Kunstwerk, das die Geschichte und den Reichtum der romanischen Baukunst unterstreicht. Der helle Elmkalkstein, der die Fassaden prägt, ist ganz in der Nähe im Elm geschlagen worden. Die enorme Größe des Bauwerks war zur Bauzeit in der Region etwas besonderes.

Der Bau des Doms begann 1135 unter Herzog Heinrich dem Stolzen von Braunschweig. Die dreischiffige Basilika ist in der derzeitigen Bauepoche der Romanik gebaut worden. Die massiven Mauern, die burgähnliche Anmutung, Rundbögen und die Formsprache der Apsis bezeugen dies. Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr der Dom mehrere Sanierungen und Umbauten, die ihm sein heutiges Aussehen verliehen, ohne jedoch die ursprüngliche romanische Struktur zu beeinträchtigen. Nach dem Tod Heinrich des Stolzen unterstützte sein Sohn, Heindrich der Löwe, die Fertigstellung des Baus.

Das Löwenportal
Eines der auffälligsten Merkmale des Doms ist das sogenannte Löwenportal an der Westfassade. Es ist ein wahres Meisterwerk romanischer Kunst und Architektur und wird oft als eines der schönsten Beispiele für figürliche Steinmetzarbeiten dieser Epoche in Deutschland bezeichnet. Steinmetzarbeiten dier Art waren damals nur aus Italien bekannt. Man vermutet, dass eine Gruppe von Steinmetzen vorher an Bauten in Ferrara, Verona und Piacenza arbeiteten und den Stil nach Königslutter gebracht haben.







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