Ein „Türchen“ zum 1. Advent – St. Marien und Martin in Wittstock/Dosse

Südportal

Die ev. Stadtpfarrkirche in Wittstock/Dosse in der Prignitz bildet in dem gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtgrundriss einen Mittelpunkt und ist das größte Bauwerk. Der mächtige Kirchenbau überrascht beim Vorbeigehen neben den eher kleineren Häusern rundherum.
Die Ursprünge der Kirche reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Zur Ostseite wird die spätgotische Kirche nicht mit einem typisch runden Chor sondern mit einer geraden Ostwand abgeschlossen. Sowohl an der Süd- als auch an der Nordseite sind am Langhaus zweigeschossige Kapellen mit Stufengiebeln angebaut worden.
Das Portal auf dem Titelfoto ist das Portal der Südkapelle, welche schon 1498 fertiggestellt wurde.

Westbau

Der beeindruckende Westbau, im unteren Bereich mit Felsteinen gebaut, wirkt fast wie ein Burgwall. Gut erkennbar sind die Gerüstlöcher, die zum Bau der Wand benötigt wurden. Der Turmhelm wurde 1704 nach einem Brand erneuert.

Südseite mit Westbau

Die Südkapelle ist mit zwei eigenen Stufengiebeln verziert.
Seit etwa 1270 war die Burg in Wittstock, die nur einige Gehminuten entfernt der Kirche liegt, Sitz der Havelberger Bischöfe. Vermutlich konnte durch deren Förderung dieses große und anspruchsvolle Kirchenbauwerk in Wittstock entstehen. Durch die Nähe zur Burg könnte auch das wehrhafte Aussehen der Kirche erklärt sein.

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